• Sascha will schnell viel Geld verdienen und arbeitet daher in einer Trollfabrik. Dort produziert die junge Frau unter zahlreichen Tarnnamen Falschmeldungen – bis sie der Kontakt zu einer Kollegin in ungeahnte Gefahr bringt.

    Ein namenloser sowjetischer Geheimagent erhält im Dresden der 1980er Jahre seinen ersten großen Auftrag: Er soll eine Wanze zum Abhören der politischen Opposition installieren. Nichts lässt ahnen, dass er als Politiker zu Weltgeltung und als Produzent der Serie »Das Ende des Westens« zu zweifelhaftem Erfolg kommen wird.

    Die US-amerikanische Außenministerin Madeleine Albright ist auf dem Flug nach Moskau. Als erste westliche Politikerin wird sie dem neuen Präsidenten Russlands begegnen und dieses Treffen später in ihrer Autobiografie schildern.

    Inzwischen hat sich Künstliche Intelligenz mit rasanter Geschwindigkeit entwickelt: Die Hoffnung auf ewiges Leben ist mit ihr ebenso verbunden wie die Angst vor der Auslöschung der Menschheit. Mehr und mehr scheint sie eine eigene Persönlichkeit zu entwickeln.

    Lars Werner beschäftigt sich in seinen Theatertexten immer wieder mit aktuellen politischen und gesellschaftlichen Themen. Für das Oldenburgische Staatstheater schreibt er nun als Auftragswerk »Das Ende des Westens«. In der Uraufführung seines neuen Stückes trifft analoges Spiel auf die Mittel der Digitalität.

    Link zum Stück hier.

  • JUNK-OPER NACH MOTIVEN AUS »DER STRUWWELPETER« VON HEINRICH HOFFMANN

    Ein Musical von The Tiger Lillies, Julian Crouch und Phelim McDermott
    Musik von Martyn Jacques

    Zottelige Haare, lange Fingernägel, ein trauriger Blick – das Abbild vom »Struwwelpeter« ist allseits bekannt und allseits verpönt. War das gleichnamige Buch des Arztes Heinrich Hoffmann zu seiner Entstehungszeit 1845 ein (inter-)nationaler Bestseller, taugt es heute eher als Symbol autoritärer Erziehung. Höchste Zeit, den Spieß umzudrehen: Der Struwwelpeter und seine berühmten Leidensgenoss:innen wie Zappel-Philipp, Paulinchen mit dem Feuerzeug oder Suppen-Kaspar rebellieren und erzählen ihre Geschichten neu – ohne Rücksicht auf erwachsenen Gehorsam. Und wer könnte das Aufbegehren gegen Autorität besser zelebrieren als die britische Rockband »The Tiger Lillies«? In ihrer Junk-Oper »Shockheaded Peter« liefern sie den passenden musikalisch-zirzensischen Überbau mit grotesken Figuren und schrägem Humor.

    Das Schauspielensemble taucht gemeinsam mit dem Publikum ab in eine Welt der Skurrilität und Anarchie. Ein Fest für das Bunte, das Laute und das Wilde, inszeniert von Milena Paulovics und begleitet von einer kraftvollen Live-Band.

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  • SOLIDARISCH UNTERWEGS ZU GELEBTEN IDEEN DER DEMOKRATIE

    Das Demokratiemobil ist unterwegs in Oldenburg und umzu. Es sucht Orte und Gemeinschaften auf, die eigene Strukturen der Solidarität aufgebaut haben und erforscht, wie Kooperativen, Vereine, Genossenschaften, Gedenkstätten, Gewerkschaften oder Gemeinderäte zu gemeinsamen Entscheidungen kommen. Von Station zu Station erweitert sich der Jahrmarkt der demokratischen Prinzipien, der auf Plätzen, Märkten oder Parkplätzen aufgebaut werden kann. Dort wird sich spielerisch an Konsens und Konflikt angenähert, eine verbesserte Demokratie entworfen und Popcorn gegessen. Am Ende der Spielzeit kehrt das Demokratiemobil zurück ans Oldenburgische Staatstheater, wo es von den Erkenntnissen der Straße berichtet und zur Reflexion von Theaterstrukturen einlädt.

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